Mit Zen zur geistigen Freiheit
Fractal Time


Koha-Verlag
Bestes Angebot NEU: EUR 15.95
ISBN: 3867280878
Anzahl der Seiten: 264

Deutlich unter seinem Niveau
Ich habe alle Bücher von Gregg Braden gelesen und bin ein überzeugter Fan von ihm. Dieses Buch unterscheidet sich von seinem bisherigen Oevre primär dadurch, dass es nicht auf wissenschaftlichen Grundlagen aufbaut und daraus Schlüsse zieht, sondern von einer Spekulation (man könnte auch Theorie oder Hypothese sagen) ausgeht, und dann versucht, diese mit Beispielen zu belegen.
Mir gefallen die Gedanken, das Zusammenziehen verschiedenster Gebiete und Informationen durchaus. Die Basisarbeiten zu 2012 (Kalenderanalysen, Untersuchung von Grundmustern in verschiedenen Religionen etc.) sind fundiert, umfassend, nüchtern und ausgewogen. Kurz: "Gewohnt Braden".
Der Grundüberzeugung, dass wir (jeder) das Schicksal in der Hand hat, ist zuzustimmen. Diese Haltung teile ich voll - sie ist aber ein Axiom, keine Deduktion. Eine Bestätigung meiner eigenen Meinung ist angenehm zu lesen, hilft aber nicht weiter.
Betrüblich ist für mich (und grund für die tiefe Bewertung), dass die Kernhypothese der fraktalen Zeit nicht mit der üblichen Sorgfalt getestet wurde. Gregg Braden verfällt hier in den Fehler, eine Anzahl positiver Beispiele zusammenzutragen um seine Theorie zu stützen. Das ist hilfreich, aber bei weiten nicht ausreichend.
Gemäss wissenschaftlicher Usanz müsste er versuchen, die Hypothese mit neutralen Daten zu belegen, z.B.: Man nehme 100 wichtige geschichtliche Ereignisse aus den letzten 150 Jahren (weltweit). Wichtig sind Ereignisse, wenn sie in 50 anerkannten Geschichtsbüchern, Zeitungen etc. in mindestens 20 erwähnt werden. Dann versuche man, diese 100 Ereignisse gemäss der Fractal Time Hypothese einzugliedern. Wenn das bei wenigstens 60-70 davon gelingt, hat man einen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit der Hypothese.
Dann extrapoliere man die erfolgreichen Datenpunkte gemäss Braden's Fraktalzeithypothese in die Zukunft und sage wenigstens 10 weitere Ereignisse voraus. Wenn davon wenigstens 8 Eintreten, hat man was Brauchbares.
Man kann in jeder zufallsverteilten Punktemenge eine Figur erkennen. Das haben unsere Vorfahren mit dem Sternenhimmel schon gemacht. Man kann in jeder Datenmenge eine Korrelation herstellen. Die Frage ist, ob diese einen "predictive Value" (Vorhersagekraft) aufweist, oder nur ein nachträglich dazuerfundenes Artefakt ist.
Diese Frage bleibt bei diesem Buch von Gregg Braden leider offen. Das Buch erreicht die Versprechungen seines Titel nicht. Das ist unter dem Niveau, das man von GB erwartet. Schade.
PS: Ich behalte das Buch trotzdem. Es ist 1. ein echter Braden und hat 2. trotz der Mängel viel nützlichen Inhalt.

Fractal Time
Wunderbar für alle forschenden Geister geeignet, die sich mit der Schöpfung wissenschaftlich, wie auch spirituell auseinandersetzen möchten. In diesem Buch wird so viel Wissen über Zusammenhänge der Schöpfung vermittelt, die man so klar und detailliert kaum irgendwo vermittelt bekommt. Wunderbar-faszinierend, was Gregg Bradden zu bieten hat durch jahrelange Forschungen wissenschaftlich wie auch spirituell. Sehr empfehlenswert für all diejenigen die sich erlauben frei zu denken und unabhängig eigene Wege zu gehen.
Rosemarie Mettel

Braden, einfach göttlich
Braden wie gewohnt, glasklare Gedankengänge, wissenschaftliche Logik, wo andere nebulös bleiben. Sicher ein Buch dass man 2 mal lesen sollte!

Smart und tief
Wir leben am Ende der Zeit oder doch zumindest in einer besonderen Zeit - so oder ähnlich fühlen es viele Menschen. Aber haben wir dafür wirklich einen Grund oder nehmen wir uns einfach nur zu wichtig? Obwohl wir ja im Grunde nur unsere eigene Lebensspanne wirklich überblicken können, ändert sich doch gerade irgendetwas Grundlegendes (und es wird schneller). Mit einem linearen, rein quantitativ orientierten Zeitverständnis mit gleichen Maßstäben kommen wir nicht weiter, wenn wir das, was gerade geschieht, beschreiben und verstehen wollen. Dennoch tut Wissenschaft genau das und verfehlt deshalb das Phänomen. Wir leben in einer Zeit hoher Ereignisdichte und die Ereignisse sind auch qualitativ anders als noch vor dreißig Jahren. Wir brauchen eine andere Vorstellung von Zeit, wir brauchen eine Zeitvorstellung, die sich an den Maßstäben der Natur, an den Massen des Universums orientiert.
Nach Newton läuft die Zeit quasi außerhalb des Universums als ein kontinuierlicher Strom immer in eine Richtung: von der Vergangenheit in die Zukunft. Newtons Uhr tickt quasi neben unserem Universum von selbst, unabhängig von den Ereignissen und vom Menschen, vor sich hin. Die Inder haben dagegen die Vorstellung, dass die Zeitrichtung durch das Einatmen Brahmas in die "normale" Richtung läuft, atmet er wieder aus, läuft die Zeitrichtung rückwärts. Dem liegt ein rhythmisches und zyklisches Zeitverständnis zugrunde, das Weltalter miteinander zu verbinden vermag. Im Grunde hatten alle Kulturen dieser Welt eine Zeitvorstellung, die sich an den Rhythmen der Natur, den Rhythmen der Jahreszeiten und von Sonne und Mond, orientierte. Die Mayas bilden hier eine bemerkenswerte Ausnahme, denn in ihrem ausgeklügelten Kalendersystem spielen Rhythmen eine Rolle, die sich nur alle paar Tausend Jahre - nicht rein mythologisch, sondern als konkrete Sternkonstellationen - wiederholen. Wie lange muss eine Zivilisation bestehen und welchen Entwicklungsstand müssen Astronomie und Mathematik haben, um einen solchen Kalender selbständig zu entwickeln und ihn zu evaluieren? Die Faszination für den Maya-Kalender hat gute Gründe. Auch Gregg Braden nimmt sie, um auf dieser Basis eine andere Vorstellung von Zeit zu entwickeln. Die Zeit lässt sich nicht von den Ereignissen lösen, "die Zeit und das, was in ihr geschieht, sind nicht voneinander zu trennen", sie sind Teile derselben Essenz. (S. 108) Die Zeit wird zu einem Seienden, ja fast schon einer Art "Stoff" oder einer "Energie" innerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums. Nun, ganz neu ist dieser Gedanke auch in der Wissenschaft nicht, denn der russische Physiker Kosyrev entwickelte diesen Gedanken von anderen Überlegungen ausgehend und mit spannenden Experimenten, bereits im letzten Jahrhundert.
Braden geht einen Schritt weiter und nutzt dabei seine jahrelange Erfahrung als Experte für Mustererkennung: wenn ich nach den grundlegenden Mustern in der Natur Ausschau halte, dann finde ich sehr häufig Spiralen, denen der goldene Schnitt zugrunde liegt. Gilt dieses Muster des Goldenen Schnitts dann auch für die Zeit, die ja nach der ersten Prämisse auch in das Universum gehört?
Braden entwickelt seine Thesen geradezu wissenschaftlich als logischen Schluss und seine Beweisführung sind Berechnungen mit dem "Zeit-Code-Rechner": Finde den Ausgangspunkt für ein Muster und du kannst berechnen, wann das nächste mal die Rahmenbedingungen gegeben sind, das Muster zu erfüllen. Das gilt für globale Ereignisse wie für persönliche Erlebnisse gleichermaßen - es ist ein berechenbares Ereignismuster. Wenn sie sich jetzt irgendwie angesprochen fühlen, dann sollten sie das Buch kaufen und ihre eigenen Berechnungen vornehmen. Die Idee ist bestechend einfach und klar und (zumindest für mich) evident. Allerdings sind dennoch ein, zwei Erfahrungsberichte und mindestens eine statistische Untersuchung notwendig, bevor die UNO alle Menschen zur Einhaltung der neuen Zeitvorstellung anhält. Aber im Ernst: für Therapeuten und Coaches kann die Arbeit mit dieser Zeitvorstellung einen Sprung in der eigenen Arbeit bedeuten, denn man bekommt zunächst die Denkmöglichkeit, den Ausgangspunkt für destruktive Muster zu erkennen und zu bearbeiten. Kann dieser Ausgangspunkt balanciert werden, richtet sich das ganze System neu aus und wieder ein.
Wer den Ausgangspunkt für das 9/11-Muster findet, wird wahrscheinlich als großer Forscher in die Geschichtsschreibung eingehen, vor allem aber gibt er uns die Möglichkeit, dieses Muster zu ändern. Und vielleicht arbeiten andere ja schon inituitiv oder ganz gezielt mit diesem Wissen gegen uns?
Braden hat mit "Fractal Time" ein smartes Buch geschrieben, stromlinienförmig, immer optimistisch und durchgehend wohltemperiert. Vielleicht muss man so schreiben, wenn man auf der schmalen Grenzlinie zwischen Wissenschaft und neuem Denken/ Esoterik operiert. Vielleicht ist es aber auch eher eine Marketingstrategie oder ein gnadenlos opportunistisches Lektorat. Neue Theorien, besonders wenn sie so basale Vorstellungen wie die Zeit betreffen, werfen geradezu notwendig die eine oder andere unbequeme Frage auf, die sie in diesem Buch tendenziell nicht finden werden. Dennoch sind in diesem Buch auch tiefe Einsichten über das Wesen von Zeit und das Universum in glatten Sätzen versteckt. Diese Diskrepanz hat mich etwas verwirrt zurückgelassen.

Werden wir es ändern?
Ein weiteres, sehr hilfreiches und erhellendes Mosaik-Steinchen zur Entschlüsselung des 2012-Phänomens! Gregg Braden zeigt Hand von fraktalen Zeitmustern auf, wie sich unsere Geschichte und deren Ereignisse wiederholt.
Die Qualität von speziellen Zeitfenstern liefert die Grundlage und die Bedingungen, das sich Ereignisse, persönliche wie auch die auf der großen Weltbühne wiederholen können.
Doch wir sind diesen nicht bedingungslos ausgeliefert, sondern haben die Macht, diese Muster zu erkennen und sie durch die Qualität unserer Gedanken und Gefühle zu verändern und so auch unsere Zukunft zu steuern!
Gregg Braden hat eine Zeit-Code-Berechnung entwickelt, die es jedem erlaubt, sich diese Zeitfenster selbst zu berechen. Ein sehr spannendes und bereicherndes Buch!
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