Licht und Schatten der Esoterik.
Licht und Schatten der Esoterik.


Droemer Knaur
Anzahl der Seiten: 492

Schlecht recherchiert
Dieses Buch hat einen gewissen Wert, indem es die Mütter und Väter der modernen Esoterik beleuchtet, angefangen von Blavansky und der Theosophie, dubiosen Meistern, Crowley und Gurdjew, weiter zu den indischen Theatergurus, Kabbala, Tarot, Magie, Hexen, Freimaurern, Druiden, UFOs - bis hin zum Geschäftsokkultismus.
Leider aber ist "Licht und Schatten" geradezu abgründig schlecht recherchiert und fehlerhaft, auch in den Quellenangaben. Passian transportiert zumeist Behauptungen, Kritik und Ansichten anderer Autoren, ohne selbst den Wahrheitsgehalt überprüft zu haben. Zudem hält er sich auch an Autoren, deren Ansichten er in anderen Büchern selbst kritisiert und verwirft, oder die bei näherer Betrachtung keine Glaubwürdigkeit verdienen. Der von Passian mehrmals angeführte und zitierte Armin Risi z.B. hat seine Bücher als "Schüler" eines dubiosen Hindugurus geschrieben, der in zahlreiche Skandale verwickelt ist. Risi transportiert dessen wirren Ideen, um damit Geld zu verdienen und neue Rekruten für dessen Kult zu gewinnen. Wer mehr wissen will, google nach "Harikesa Swami". Aber das ist nur einer von mehreren Wölfen im Schafspelz, deren Motivationen dringend in Frage zu stellen sind, andere sind z.B. von Kirchen angestellte "Sektenexperten".
Es empfielt sich, auch und vor allem gegenüber Passian und den Quellen seines Buches objektiv und kritisch zu sein.

Nicht besonders gelungen
Ich halte dieses Buch für nicht besonders gelungen. Warum nicht?
Teilweise bietet das Buch sehr gute Ansätze. Passian klärt über Gurus wie zB. Osho, Aleister Crowley, usw. auf und kommt immer wieder zu Einsichten wie "Die Liebe ist das höchste Gut" oder " Jeder Tag, der uns Gott nicht näher bringt, ist ein verlorener Tag!".
Da kann ich ihm nur beipflichten.
Allerdings beruft er sich dann immer wieder auf äußerst fragwürdige Quellen wie einen gewissen " Emanuel" (ein Medium) und verläßt sich zu sehr auf spritistische Quellen.
Teilweise stellt er auch Behauptungen auf, für die es keine Quellenangabe gibt.
Er Verurteilt Reiki in Bausch und Bogen, weil es angeblich nur eine Geschäftemacherei sei und läßt die Tatsache außer Acht, dass es bereits viele Reiki Lehrer gibt, die Gratiseinweihungen durchführen und kein Geld verlangen.
Auf der anderen Seite glaubt er an die Existenz von Wichtelmännchen!!
Rockmusik kommt bei ihm generell in den Verdacht, satanisch zu sein!
Ab Elvis Presley gibt es laut Passian nur mehr satanische Musik. Vor Allem die Beatmusik( man merkt, dass er Jahrgang 1924 ist ;)) und Hardrock sind des Teufels!
Die Beatles hätten sich wie die Rolling Stones dem Teufel verschrieben.
Beweise?
Als Paul McCartney vor einigen Jahren den Ehrendoktortitel einer Englischen Universität bekam, hätte er diesen mit schwarz-roter Robe bekleidet übernommen. Eindeutig satanische Farben!
Dass das allerdings die Robe der hiesigen Uni ist, vergaß er zu erwähnen ;)
Den Vorwurf Teufelsmusik zu machen, musste sich schon Johann Strauß gefallen lassen :).
Er schreibt weder von der christlichen Warte aus, noch von der esoterischen, sondern aus seinen persönlichen Überzeugungen, welche selbst ein Mix aus Christentum und Spiritismus sind.
Im großen und ganzen ein entbehrliches Buch.
Wer Besseres zu diesem Thema lesen will, der greife lieber zu Dr. Jörg Müller.
Dennoch 2 Punkte, weil nicht alles schlecht ist, und er durchaus auch Wahres schreibt.
MfG

Ein Muss im Esoterikdschungel
Meiner Ansicht nach sollte man dieses Buch unbedingt gelesen haben. Die Esoterik Szene, New Age, wie auch immer, lässt viele ins offene Messer laufen. Ich Mag den Herrn Passian besonders gerne, weil er über ein tiefes Gott und Jesus Christus Bewusstsein verfügt. Die Wenigsten wissen, wie wichtig das ist.
Das Buch ist sehr gut recherchiert und bietet einen Blick in verschiedene Gebiete. Interessant und Informativ!

Orientierungshilfe für den Esoterikinteressierten
Die esoterische Vielfalt wird in gut verständlicher Form erläutert und aus der Warte einer zeitlos gültigen Ethik heraus bewertet. Der Autor möchte uns Irrwege ersparen. Sehr informativ und weitgehend unparteiisch. Passian erwähnt u.a. auch Gurdjieff, Mme Blavatsky und Aleister Crowley. "An Euren Früchten werdet sie erkennen.." Er versucht zu ergründen, ob unsere Gurus tatsächlich liebende Seelen sind.Ein Buch für alle, die sich einen schnellen, fundierten Überblick verschaffen wollen und immer noch aktuell, obwohl es 1991 geschrieben wurde. 4 Sterne, weil der Autor 1924 geboren ist und eine etwas altmodische Sprache pflegt.
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